Was zwölf Kilometer im Tagesplan ausmachen
Zwölf Kilometer sind keine weite Strecke, aber sie sind lang genug, dass jede zusätzliche Fahrt sichtbar wird. Hin und zurück sind rund dreißig Minuten, und mehrfach an einem Tag ergibt das schnell eineinhalb Stunden, in denen niemand trägt, packt oder aufbaut. Bezahlt wird diese Zeit trotzdem, weil die Besetzung ja mit im Wagen sitzt. Genau deshalb reden wir hier zuerst über den Wagen und erst danach über die Uhrzeit.
Deshalb planen wir Umzüge nach und aus Hohenbruch anders als solche innerhalb der Kernstadt. Die Frage lautet nicht, welcher Wagen gerade frei ist, sondern welcher Wagen die gesamte Menge in einem Zug fasst. Steht das fest, steht auch der Tag: einmal anrücken, einmal beladen, einmal fahren, einmal abladen und danach in Ruhe aufbauen. Alles Weitere fügt sich um diesen einen Ablauf herum.
Warum wir hier auf eine Ladung hinarbeiten
Ein Koffermöbelwagen fasst 21 Kubikmeter, ein Kastenwagen zwölf. Zwischen diesen beiden Größen fällt die Entscheidung, ob ein Haushalt einmal oder zweimal gefahren wird. Bei fünfundzwanzig Kubikmetern und dichtem Packen reicht der große Wagen noch; bei vierzig reicht er nicht, und dann fahren entweder zwei Ladungen, oder der Kastenwagen fährt im selben Auftrag mit. Welche der beiden Möglichkeiten günstiger ausfällt, hängt allein an der aufgemessenen Menge.
Zwei Fahrten sind kein Fehler, sie müssen nur vorher feststehen. Was erst am Umzugstag auffällt, kostet mehr als das, was im Angebot steht: Die zweite Fahrt wird dann aus dem Nachmittag genommen, der eigentlich für den Aufbau gedacht war. Wir schreiben deshalb in jedes Angebot hinein, mit wie vielen Ladungen wir rechnen. So bleibt die Rechnung am Ende die, die Sie vorher gelesen haben.
Wie das Aufmaß auf die Zahl der Fahrten wirkt
Das Aufmaß wiegt auf dieser Entfernung schwerer als anderswo. In der Kernstadt lässt sich eine Fehleinschätzung mit einer zusätzlichen Runde ausgleichen, hier nicht. Wir gehen deshalb jedes Gebäude einzeln ab und notieren belegte Fläche mal Stapelhöhe, statt aus der Zimmerzahl auf die Kubikmeter zu schließen. Die folgenden Posten werden dabei am häufigsten übersehen. Erfahrungsgemäß liegt genau dort die Differenz, die eine zweite Fahrt auslöst.
Aus der Summe ergibt sich, welches Fahrzeug kommt. Liegt die Menge dicht an der Grenze von 21 Kubikmetern, sagen wir das offen und nennen beide Möglichkeiten samt Zeitaufwand. Lieber räumen wir vor dem Termin gemeinsam aus, was ohnehin nicht mitkommen soll, als den Wagen am Umzugstag zweimal über die Strecke zu schicken. Ein Nachmittag Sortieren spart oft eine halbe Fahrt und damit bare Arbeitszeit.
- Der Dachboden über dem Wohnhaus, der noch nie ausgeräumt worden ist
- Werkbank und Regale im Schuppen, oft ein Drittel der Gesamtmenge
- Brennholz, Bretter und Baumaterial, schwer und schlecht stapelbar
- Garten- und Kellergerät, das einzeln klein wirkt und zusammen einen Kubikmeter füllt
- Möbel, die zerlegt werden müssen und danach weniger Platz brauchen als gedacht
Der Ablauf bei längerer Anfahrt
Bei zwölf Kilometern lohnt es sich, den Tag von hinten zu denken: Wann soll alles im neuen Haus stehen, und was muss dafür wann geladen sein. Der Ablauf verschiebt sich dadurch nach vorn. Wir rücken früher an und beginnen mit dem, was am längsten dauert, statt mit dem, was am nächsten an der Tür liegt. Das klingt umständlich und spart am Nachmittag regelmäßig eine Stunde.
Passt trotz aller Planung nicht alles in einen Zug, entscheiden wir vor dem Beladen, was auf die zweite Fahrt geht. In der Regel bleibt zurück, was am Zielort zuletzt gebraucht wird: Werkstatt, Garten, Keller. So steht am Ende des ersten Durchgangs bereits eine bewohnbare Wohnung, und die zweite Fahrt ist reine Nacharbeit. Diese Reihenfolge legen wir schriftlich fest, damit am Termin niemand darüber diskutieren muss.
- Aufmaß auf dem ganzen Grundstück, Gebäude für Gebäude
- Angebot mit Fahrzeug, Besetzung und angenommener Zahl der Ladungen
- Anruf am Vortag: Uhrzeit, Zufahrt, Standplatz und Schlüssel
- Sperriges und Zerlegtes zuerst laden, Kartons füllen die Lücken
- Eine Fahrt, Abladen nach Räumen, Aufbau am selben Nachmittag
Anfahrt, Nebengelass und Preis
Innerhalb des Landkreises Oberhavel rechnen wir keine gesonderte Anfahrt. Liegt ein Ziel weiter draußen, steht die Anfahrt vorab mit Betrag im Angebot. Hohenbruch liegt innerhalb dieses Gebiets, für die zwölf Kilometer entsteht also keine eigene Position auf der Rechnung. Was den Preis bewegt, ist die Zeit: wie lange das Beladen dauert, wie weit getragen wird und wie oft der Wagen an dem Tag die Strecke macht.
Die Gegend um Kremmen ist landwirtschaftlich geprägt, die Wege zwischen den Ortsteilen sind weit und die Grundstücke groß. Wo Scheune, Schuppen und Garage mitgeräumt werden, trennt das Angebot zwischen Transport, Räumen und Entsorgen, damit sichtbar bleibt, welcher Posten welchen Anteil hat. Jeder Zuschlag ist im Angebot beziffert, bevor der Termin feststeht. Ergibt sich am Umzugstag etwas Zusätzliches, fragen wir vorher nach.
Menge, Fahrzeug und die Zahl der Fahrten nach Hohenbruch
| Aufgemessene Menge | Fahrzeug | Fahrten an dem Tag |
|---|---|---|
| bis 12 m³ | Kastenwagen mit 12 Kubikmetern | eine |
| bis 21 m³ | Koffermöbelwagen mit 21 Kubikmetern | eine |
| bis 25 m³, dicht gepackt | Koffermöbelwagen mit 21 Kubikmetern | eine |
| bis 33 m³ | Koffermöbelwagen und Kastenwagen zusammen | eine |
| bis 40 m³ | Koffermöbelwagen allein | zwei |
| über 55 m³ samt Nebengelass | Koffermöbelwagen in zwei Abschnitten | zwei Tage |
| Die Werte stammen aus dem Aufmaß und dienen der Planung des Tages. Verbindlich ist der Betrag im Angebot. Die Beträge enthalten die Mehrwertsteuer. Der Betrag aus dem Angebot bleibt nach dem Aufmaß bis zur Rechnung stehen. | ||