Warum die Entscheidung vor das Aufmaß gehört
Das Aufmaß hält fest, wie viele Kubikmeter bewegt werden. Aus dieser Zahl folgt alles Weitere: Wagengröße, Zahl der Fahrten, Zahl der Kräfte, Dauer des Tages. Steht beim Rundgang noch ein voller Keller im Weg, wird er mitgemessen, denn wir dürfen nicht darauf wetten, dass er bis zum Termin leer ist. Sie zahlen dann für Menge, die es am Umzugstag nicht mehr gibt.
Umgekehrt gilt dasselbe. Wer erst nach dem Aufmaß aufräumt und dabei zwei Kubikmeter zusätzlich findet, bringt die Planung ins Rutschen. Deshalb ist die Reihenfolge so klar: erst sichten, dann messen lassen, dann rechnen. Ein Nachmittag im Keller ist die billigste Stunde des ganzen Umzugs, weil sie nicht bezahlt, sondern nur investiert wird. Vorausgesetzt, sie liegt vor dem Termin für das Aufmaß und nicht danach.
Drei Gruppen und eine vierte, die teuer wird
Nehmen Sie in jede Hand nur eine Frage: Bekommt dieses Stück am Zielort einen Platz, den Sie jetzt benennen können? Fällt die Antwort nicht in wenigen Sekunden, gehört das Stück nicht in die erste Gruppe. So entstehen drei klare Haufen und eine vierte Sorte, die den Umzug still verteuert. Legen Sie die Gruppen räumlich an, nicht auf einem Zettel, sonst wandert am Ende doch alles in denselben Karton.
- Mitnehmen: alles, wofür sich am Zielort sofort ein Platz benennen lässt
- Abgeben: brauchbare Sachen mit einem Abnehmer und einem festen Abholtermin
- Entsorgen: was defekt, unvollständig oder seit Jahren unberührt ist
- Später entscheiden: die vierte Sorte, die mitfährt, abgestellt wird und ein Jahr danach doch auf den Wertstoffhof geht
Der Zeitplan rückwärts vom Umzugstag
Planen Sie nicht vorwärts, sondern vom Termin aus zurück. Der entscheidende Punkt liegt sechs Wochen davor, weil die Nebengebäude gesichtet sein sollten, bevor wir zum Messen kommen. Alles andere ordnet sich um diesen Punkt herum. Wer später anfängt, sortiert am Ende neben dem laufenden Wagen, und das ist die schlechteste Stelle für eine Entscheidung. Die Wochenangaben sind ein Gerüst, kein Gesetz; entscheidend ist ihre Reihenfolge.
- Acht Wochen vorher: durch jeden Raum gehen und grob festhalten, was sicher mitkommt
- Sechs Wochen vorher: Keller, Dachboden, Garage und Scheune sichten und die vier Gruppen bilden
- Fünf Wochen vorher: Aufmaß und Angebot, ab hier steht die Menge
- Vier Wochen vorher: Abgabegut anbieten oder verschenken, Abholtermine verbindlich setzen
- Zwei Wochen vorher: Betriebsstoffe, offene Farben und Gasflaschen getrennt bereitstellen
- Eine Woche vorher: alles zum Entsorgen an eine Stelle räumen, an die der Wagen herankommt
Raum für Raum, und zwar von außen nach innen
Fangen Sie nicht im Wohnzimmer an. Dort ist die Entscheidung leicht und die Menge klein. Der Ertrag liegt in Keller, Dachboden, Garage und Scheune, weil dort über Jahre abgelegt wurde, was gerade nicht wehtat. Farbeimer mit Rest, Ersatzfenster, drei Fahrräder, Bretterstapel, zwei Kreissägen: Das sind Kubikmeter, nicht Kleinkram, und in keiner Zimmerzahl der Welt tauchen sie auf. Ein Nachmittag dort bringt mehr als eine Woche im Wohnzimmer.
Arbeiten Sie in jedem dieser Räume von der Tür nach hinten und stellen Sie das Abgabegut sofort nach draußen. Was wieder in den Raum wandert, wird ein zweites Mal angefasst. In der Scheune hilft es, zuerst Bahnen freizuräumen, damit sich Stapel umschichten lassen; wie wir solche Gebäude aufmessen, steht auf /hof-scheune-nebengelass. Die Wohnung kommt zuletzt, denn Küche, Bad und Schlafzimmer bleiben bis zum Umzugstag in Betrieb.
Was nicht mitfährt und nicht ins Lager darf
Manches nehmen wir grundsätzlich nicht mit auf den Wagen, und zwar völlig unabhängig davon, wie gut es verpackt ist. Betriebsstoffe wie Benzin, Diesel, Zweitaktgemisch und Altöl gehören dazu, ebenso Gasflaschen, angebrochene Farben, Lacke, Lösungsmittel, Spraydosen und alles, was in geschlossenen Räumen ausdünstet. Der Grund ist einfach: Sie können auslaufen oder ausgasen, und der Schaden trifft dann alles andere im Laderaum, das daneben steht.
Für die Einlagerung gilt dasselbe, dazu kommen verderbliche Vorräte, Tiefkühlgut und geöffnete Lebensmittel. Ein Abteil wird nicht täglich geöffnet, und was dort verdirbt, zieht Geruch und Ungeziefer nach sich. Was sich einlagern lässt und was nicht, steht auf /einlagerung-kremmen. Planen Sie diese Dinge deshalb als eigenen Posten in Ihrem Zeitplan ein und nicht als Rest, der sich am Ende schon irgendwie erledigt.
Was das Aussortieren auf der Rechnung ausmacht
Jeder Kubikmeter, der vorher weg ist, verschwindet dreifach aus der Rechnung: Er wird nicht getragen, nicht gefahren und am Zielort nicht abgestellt. Bei größeren Mengen springt die Ersparnis, sobald eine ganze Fahrt entfällt, denn eine Fahrt kostet die Stunde, in der sie dauert. Wie sich unsere Pauschalen entlang der Kubikmeter staffeln, sehen Sie auf /preise und auf /umzugskosten-auf-dem-land, wo die Rechnung Schritt für Schritt aufgemacht ist.
Was weg soll, nehmen wir mit. Kleinere Mengen laufen nach Zeit zu ab 15 € je Stunde beim Umzug mit, ganze Räume rechnen wir nach Kubikmeter zu ab 39 € und übergeben den Raum danach besenrein; was dabei im Einzelnen geschieht, steht auf /entruempelung-kremmen. Die Gebühr, die der Wertstoffhof für die angelieferte Menge nimmt, geben wir unverändert an Sie weiter und schlagen nichts darauf.
Innerhalb des Landkreises Oberhavel rechnen wir keine gesonderte Anfahrt. Liegt ein Ziel weiter draußen, steht die Anfahrt vorab mit Betrag im Angebot. Jeder Zuschlag ist im Angebot beziffert, bevor der Termin feststeht. Ergibt sich am Umzugstag etwas Zusätzliches, fragen wir vorher nach.
Wohin die vier Gruppen führen und was daran hängt
| Gruppe | Weg am Umzugstag | Was in der Rechnung steht |
|---|---|---|
| Mitnehmen | wird geladen und am Zielort abgestellt | im Umzugspreis, nach Kubikmetern |
| Abgeben, Abholer war da | steht am Umzugstag nicht mehr im Weg | kein eigener Posten |
| Entsorgen, kleine Menge | fährt beim Umzug mit | ab 15 € je Stunde |
| Entsorgen, ganze Räume | eigener Abschnitt, nach Kubikmeter gerechnet | ab 39 € |
| Später entscheiden | geht ins Abteil statt in die neue Wohnung | ab 9 € am Tag |
| Die Gebühr des Wertstoffhofs kommt hinzu und wird unverändert weitergereicht. Die Beträge enthalten die Mehrwertsteuer. Der Betrag aus dem Angebot bleibt nach dem Aufmaß bis zur Rechnung stehen. | ||